Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Eva Laspas zum Thema “Zu Tode geplant? Planung ja oder nein?”. Es lohnt sich übrigens sehr einmal auf ihre Seite zu hüpfen und einige der anderen Planungsartikel zu lesen, da sind ein paar echt tolle Tipps dabei.

Ich habe mir im Herbst, als ich mit der dritten Grippe innerhalb von 2 Monaten mal wieder flach im Bett lag, vorgenommen, besser zu planen. Mein Business und mein Leben – das große Ganze also. Denn irgendwie war ich unglücklich und immer den ganzen Tag latent gestresst, was man ja auch an der häufigen Krankheitsausfällen ganz klar sehen konnte. Also, eine Planung musste her. Wann konnte das besser machbar sein, als zwischen den Jahren und Anfang Januar. So dachte ich mir. Doch im Leben kommt ja auch immer alles anders, als man denkt und ich lag natürlich zwischen den Jahren und bis Anfang Januar auch flach und zwar komplett. Da hatte es sich schon wieder ausgeplant und ich habe mich doch häufiger gefragt: Wozu überhaupt planen? Wenn dann das Leben eh mit mir macht, was es will.

Leben ist das, was passiert, während wir fleißig Pläne machen?!

Trotz allem, habe ich dann doch noch eine Planung gemacht. Viel später als gewollte und auch noch nicht bis zu Ende geplant, doch bereits jetzt Anfang Januar fühle ich mich besser auf jeden Tag vorbereitet als an allen anderen Tagen im letzten Jahr zusammen genommen. Das ist doch schon einmal was, oder?

Planungskurse mit Stil

Da ich selbst eine ganz schlechte Planerin bin, obwohl ich das To-Do-Listen schreiben liebe und auch sonst gerne Pläne, Konzepte und Mind Maps mache, habe ich erst mal ein zwei Kurse belegt. Kurse, die mir das Planen näher gebracht haben: Das ist zum einen Kathrin Luty von Frauenbisuness und Martin Weiss von Big Shift. Kann ich beides nur wärmstens empfehlen. Meine Jahresplanung steht noch nicht so ganz, die ist in Arbeit *hüstel hüstel*, aber wichtiger und dringender für mich ist sowieso das Thema “Tagesplanung” und “wie bekomme ich das geleistet, was ich mir vorgenommen habe”.

Meine Planung: Vom Großen ins Kleine

Erst einmal habe ich mir einen wunderschönen Wandkalender – aus dem “Mein bestes Jahr 2017” Buch – aufgehängt und alles eingetragen, wo ich schon verplant bin. Ferien meines Sohnes, Urlaub mit der Familie, Feiertage, Messen, Kongresse, Ausbildung und so weiter. Tage, an denen ich nicht arbeiten werde bzw. wo anders arbeiten werde. Termine, die schon klar sind, habe ich dort ebenfalls eingetragen. Dieser Kalender hängt neben meinem Schreibtisch, ich sehe ihn den ganzen Tag und kann jederzeit etwas ergänzen.

Im Anschluss daran habe ich für mein Online Business Leben mit ohne einen Plan gemacht, was Online Veranstaltungen und Kurse oder Bücher angeht. Eine Monatsplanung: Ein Produkt pro Monat und jeden Monat ein Webinar, mehr möchte ich dieses Jahr nicht leisten, weil ich mit meinem Coaching Angebot mich noch im Aufbau befinde. Nora Hodeige Coaching ist anders aufgebaut und dafür habe ich mir eine nur sehr grobe Monatsskizze mit Schwerpunkt Themen “Aufbau”, “Marketing”, “Netzwerk” zusammengestellt.

Dann habe ich eine Kalenderansicht pro Monat – momentan Januar. Dort habe ich die Tage ausgestrichen, die wegfallen und Business Events eingetragen. Direkt daneben habe ich mir To Dos notiert: Meine Montasziele – Was möchte ich erledigt haben? – Was möchte ich lernen?

Mein neues Lieblingstool – Kathrins Häppchen Tagesplanung

Einmal gehört, gleich verliebt, so möchte ich Kathrins Häppchen Tagesplanung beschreiben. Übrigens ist der Name auch von mir, bei ihr klang es eindeutig professioneller. Dieses Tool finde ich wirklich grandios:

Die täglichen Aufgaben werden in kleine 1 Stunden Häppchen gepackt und auf separate Zettel, in meinem Fall Post its, geschrieben. Diese bilden die Wochenplanung. Die Planung kann flexibel umgestaltet und umgehängt werden und die Aufgaben sind nie länger als 1 Stunde bzw. 50 Minuten und 10 Minuten Pause. Ich habe das vorgestern angefangen und plötzlich bin ich viel produktiver. Nicht alle halbe Stunde Facebook checken, sondern 1x ganz ausführlich alle Social Media Aktivitäten planen und je nach dem noch ein wenig stöbern und lesen – und dann den ganzen Tag nicht mehr. Ich weiß, das ist sicherlich für viele nichts Neues, aber für mich taten sich plötzlich ganz neue Zeitfenster auf. Dadurch, dass ich nur noch 50 Minuten an einer Aufgabe bleibe, gehen mir die Aufgaben besser von der Hand und ich fühle mich sehr viel produktiver.

Morgens starte ich übrigens in den Tag mit einer Power Hour: Bewegung, Essen, Wasser trinken, Podcast hören (oder in meinem Fall diese Woche jeden Morgen der wundervollen Christina Baier und ihrem Verkaufs Turbo lauschen) und so motiviert und trotzdem langsam in den Tag zu starten.

Blogplanung neu

Der Blog ist das einzige, was ich auch letztes Jahr schon konsequent geplant habe – nur habe ich mich selten daran gehalten. Dieses Jahr werde ich eine wilde Excel Blog Planung ausprobieren – mehr eine Ideensammlung mit Erscheinungsdatum als ein Kalender, denn so hoffe ich, dass ich auf dem Weg keine Blogideen vergesse, nur, weil sie gerade nicht ins Thema oder die Zeit passen.

Planung kostet Zeit, ich habe fast die ganze letzte Woche damit verbracht, aber im Endeffekt wird es mir viel Zeit einsparen. Und, ich weiß jetzt auch: Planung ist toll!